Berufsprofil der Präparatorinnen und Präparatoren

Was bedeutet Präparation?

Der Begriff Präparation stammt vom lateinischen praeparatio und bedeutet „Vorbereitung“. Präparatorinnen und Präparatoren bereiten Materialien und Objekte fachgerecht auf, konservieren sie und machen sie für Wissenschaft, Forschung, Lehre und Ausstellungen nutzbar.

Das Ergebnis dieser Arbeit ist das sogenannte Präparat.

Die Geschichte der Präparation

Die Ursprünge der Präparation reichen weit zurück. Bereits in der Steinzeit wurden natürliche Gegenstände konserviert und als Grabbeigaben verwendet. Auch die Mumifizierungstechniken früher Kulturen können als frühe Formen der Präparation verstanden werden.

Mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften ab dem 16. Jahrhundert sowie der Entdeckung neuer Kontinente und ihrer Artenvielfalt wuchs das Bedürfnis nach der Erhaltung wissenschaftlich bedeutender Objekte stetig. In diesem Zusammenhang entwickelte sich zunehmend der Beruf des Präparators. Unterschiedliche Methoden der Konservierung und Haltbarmachung wurden in einem eigenständigen Berufsbild gebündelt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Im Laufe der Jahrhunderte verbesserten sich nicht nur die Qualität, sondern auch die Ästhetik der Präparate. Der Anspruch der Präparatorinnen und Präparatoren bestand zunehmend darin, Objekte so naturgetreu und exakt wie möglich darzustellen, um ihre wissenschaftliche Aussagekraft zu bewahren. Präparate sollten der Forschung Fragen beantworten, neue Erkenntnisse ermöglichen und den Betrachterinnen und Betrachtern ein besseres Verständnis der Natur vermitteln.


Berufsprofil

Mit den zunehmenden wissenschaftlichen Erkenntnissen und der fortschreitenden Spezialisierung entwickelten sich drei eigenständige Fachrichtungen der Präparation:

Allen Fachbereichen ist gemeinsam, dass das zu präparierende oder zu erhaltende Objekt in der Regel aus verstorbenem biologischem Material besteht, unabhängig davon, ob es sich um Millionen Jahre alte Funde oder um kürzlich verstorbene Tiere oder Menschen handelt. Daraus ergibt sich die besondere Verantwortung, allen Objekten mit Würde, Respekt und Sorgfalt zu begegnen.

Da jede Fachrichtung zusätzlich zahlreiche Spezialisierungen umfasst, richtet sich die konkrete Tätigkeit der Präparatorinnen und Präparatoren in der Praxis nach dem jeweiligen Schwerpunkt ihrer Arbeitsstätte.
Im Folgenden werden die drei Fachbereiche näher erläutert, um ein differenziertes Bild ihrer jeweiligen Inhalte und Aufgabenfelder zu vermitteln: